Sie sind hier : Homepage →  Linux (10) sendmail unter 42.3

Feb. 2019 - Notwendiges Vorwort zu "sendmail"

Der MTA (message transfer agent) "sendmail" stammt aus den Anfangszeiten des Internet. Damals war das die stabilste Variante von Mail-Transport- Programmen. Doch das ist anscheinend zu lange her. "Sendmail" dümpelt seit einigen Jahren so vor sich hin und kämpft gegen die Relikte aus uralter Zeit.

So gibt es mindestens 6 Konfigurations-Texte, die mit einem "make"-Programm (M4) in ein angebliches Datenbank Format gewandelt werden. So etwas ist heute für ein einziges Programm schon nicht mehr zeitgemäß und nur noch mühselig. Selbst Microsoft ist vor langer Zeit von den tausenden von "ini"-Texten auf eine globale Registry umgeschwenkt.

Unter opensuse wird das alles seit "Jahrzehnten ! " in "yast" (oder "yast2") bearbeitet bzw. konfiguriert. Die anderen Linuxe tun sich da sowieso sehr schwer. Aber in "yast" funktioniert leider die "sendmail" Konfiguration nicht richtig. Dieses yast-Modul wird anscheinend nicht mehr gepflegt. Auch in "webmin" gibt es eine Menge Macken bezüglich "sendmail".
.

Ziemlich blöde Eigenschaften von webmin 1.9 und sendmail 8.15 unter opensuse leap 42.3

Feb. 2019 - Hier bei mir läuft "SuSE Linux 42.3" mit "sendmail" Version 8.15.2, Konfiguration V10/Berkeley und "Webmin 1.900".

Eigentlich sind die "sendmail" Installationen auf fast allen Linux Varianten gleich, zumindest stehen die für die Kommandos relevanten Module an der gleichen Stelle und unter webmin funktioniert sogar Einiges. (Unser Webmin ist nicht für obensuse spezifiziert, man kann es aber partiell nutzen.) Leider funktioniert in dem sendmail-Modul etwas ganz Wichtiges nicht und webmin wirft auch keinen Fehler aus.

Man muß also höllisch aufpassen. Die "sendmail" Fehler sind nämlich absolut unzureichend, schlimmer noch als bei Microsoft Windows aller Art.

Und das betrifft die mail-Konfigurationen in /etc/mail/.
.

Man muß auf die "sendmail" Datenbanken achten !!

in /etc/mail/ findet man :

[xen7-mail3 - root] /etc/mail $ dir *.db

-rw-r--r-- 1 root root 12288  9. Feb 23:47 access.db
-rw-r--r-- 1 root root 12288  9. Feb 23:32 domaintable.db
-rw-r--r-- 1 root root 12288  9. Feb 23:32 genericstable.db
-rw-r--r-- 1 root root 12288  9. Feb 23:32 mailertable.db
-rw-r--r-- 1 root root  8192  9. Feb 23:32 userdb.db
-rw-r--r-- 1 root root 12288  9. Feb 23:32 virtusertable.db

[xen7-mail3 - root] /etc/mail $

Beinahe vergessen hatte ich die Nummer 7 in /etc/mail/auth , die auth-info.db .

Diese 6 (7) Datenbaken oder .db Dateien werden aus sogenannten "plain ascii" Konfigurations-Files erzeugt und zwar mit dem M4 Befehl. In der webmin Oberfläche des sendmail-modules kann man auf ein entsprechendes Icon Klicken und man könnte sich eigentlich mangels Fehlermeldung sicher sein, im Hintergrund wurden (würden) diese .db Dateien von Grund auf neu erzeugt. Aber leider Fehlanzeige.

Doch das funktioniert aus irgend einem Grund nicht . Sind die .db Dateien alle bereits da, werden sie nicht überschrieben. Sie starten immer wieder mit dem alten Schmodder, den Sie ja eigentlich korrigiert hatten - glauben Sie.

Es ist ganz einfach : Man muß sie sicherheitshalber alle vorher weglöschen - das ist dann eindeutig. Und es geht dann sogar ohne den M4 Befehl.

Danach kann man den "sendmail" Dienst stoppen (auch im webmin) und neu starten (auch wieder im webmin) und schwups, sind diese .db Dateien alle wieder (korrigiert auf dem aktuellen Stand) da und der Server läuft wieder !!! , wenn alles richtig konfiguriert war.
.

Zurück zur Startseite ----- © 2009 / 2019 - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - Zum Telefon - - - - NEU : Zum Flohmarkt