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Also hier die Befehle für die Newcomer, sonst ist es wirklich mühsam:

Für den DAU erklärt : der "tar" Befehl

Hier steht etwas für Anfänger. Die "Experten" mögen es gepflegt übergehen. Starten Sie bitte eine System-"Konsole". Sie müssen über das Menü gehen, damit Sie als Superuser auch alle Rechte haben. Es gibt ab Suse 9.1 mit KDE einen eigenen Menüpunkt dafür.

 

Die beiden wichtigsten tar Zeilen:

Ein tar Archiv auspacken geht so: # tar xzvf "aus welcher Datei" "wohin"
Ein tar Archiv einpacken geht so: # tar cfvz "in welche Datei" "welches Verzeichnis"

Die Reihenfolge der Optionen "x z v f" ist dabei weniger wichtig. Mit der Endung ".gz" wird ein komprimiertes (gzip) Archiv gepackt bzw. entpackt.

auspacken: tar xzvf "aus welcher Datei" "wohin entpacken"
packen: tar cfvz "in welche Datei" .tar.gz "welches Verzeichnis"


Das Auspacken geht per SSH-Putty mit dem Midnight-Comander (mc) und bei uns sogar mit der Maus und zwar super komfortabel und schnell.

Für die Bandsicherung :

Das "tar" Kommando führt das ureigenste Tape-Sicherungsprogramm unter Unix und Linux aus, darum hier die kürzeste und einfachste Zeile für eine Band-Sicherung :

 

# tar -cvf /dev/st0 /windows/ -b128

 

Mit der Option -b128 bestimmt man die 64KB Blockgröße (128 x 512 byte) z.B. bei einem DLT-7000 Laufwerk. Wenn Ihnen das alles spanisch vorkommt, tippen Sie einfach mal:

# tar --help (beachten Sie : es sind 2 mal "minus")

Lassen Sie sich von der Mächtigkeit dieses Befehls nicht erschlagen. Ganz wichtig, auf jeder Boot-Diskette ist Platz für das "tar"- Programm. Wo finden Sie das noch ? Deshalb ist "tar" und das "tar"- Format so sinnvoll und so beliebt.

 

Damit sichern wir den gesamten lokalen DOS und Windows Bereich der lokalen Festplatte. Hier streamt das DLT-7000 Laufwerk aber noch nicht, selbst DLT-2000er streamen noch nicht. Wir brauchen noch den Ring-Puffer.

Feinheiten, die man kennen sollte

Erwähneswert ist noch der Unterschied zwischen diesen SCSI Tape-Devices (darum auch stxx) :

  • /dev/nst0 (beachten Sie das "n") und
  • /dev/st0.

 

ImVerzeichnis /dev/nst0 "wohnt" das non-rewinding-scsi-tape 0 Devive im Gegensatz zum /dev/st0 Device.

Scheiben Sie zum Beispiel mehrere tar-Sessions hintereinander auf das st0 Device (auf ein Band)

 

tar -cf /dev/st0 /partition1 # ok, jetzt spult anschließend zurück.

und bei dem nun folgenden Befehl

tar -cf /dev/st0 /partition2 # wird die erste Session komplett überschreiben

 

Wenn Sie da nicht aufpassen, dann sind Sie sehr enttäuscht, wenn nur die letzte Session übrig ist. Bei dieser Verkettung sollten Sie also auf das /dev/nst0 Device scheiben.

Die "multivolume" Option

Sie können mit "# du -sh /" herausfinden, wie viel Daten Sie auf das Band oder die Bänder schreiben müssten, um alles zu speichern.

 

Wenn dann die 20Giga oder 35Giga nicht ausreichen, muß das Programm gesagt bekommnen, daß es ein weiteres Band oder auch mehrere anfordern soll.

 

Die Datenkompression innerhalb des "tar" geht hier gar nicht und die Hardware Kompression des DLT Laufwerkes sollten Sie unbedingt vorher abschalten. So vermeiden Sie die meisten (Stop and Go) Probleme.

Die man-page zu tar (das Handbuch) :

Unter Unix gibt es immer die elektronische Hilfe, das Manual ( oder die manual pages) auf der Platte. Das ist am einfachsten und gehört quasi zu jedem Programm immer in der aktuellen Version dazu. So macht man sich das Leben leichter.

Die üppigen Optionen des "tar" Programmes

"tar" schreibt mehrere Dateien in ein Archiv auf Band oder Festplatte und kann davon einzelne Dateien oder alles wieder aus diesem Archiv herausholen.

Verwendung:

tar [OPTION(en)]... [Datei (was)]... wohin

(irgendwie war das bei uns anders : tar opt. wohin(tape) dann was)

 

Beispiele:

  • tar -cf archiv.tar foo bar # archiv.tar mit den Dateien foo und bar erzeugen.
  • tar -tvf archiv.tar # Inhalt von archiv.tar ausführlich anzeigen.
  • tar -xf archiv.tar # Alle Dateien aus archiv.tar extrahieren

Wenn eine lange Option ein Argument erfordert, ist es für die entsprechende kurze Option auch erforderlich. Das gleich gilt für optionale Argumente.

 

Aktionen:

  •   -t, --list              Inhalt eines Archivs anzeigen
  •   -x, --extract, --get    Dateien aus Archiv holen
  •   -c, --create            neues Archiv erzeugen
  •   -d, --diff, --compare   Dateien im Archiv und im Dateisystem vergleichen
  •   -r, --append            Dateien an das Archiv anhängen
  •   -u, --update            nur Dateien anhängen, die jünger sind als ihre Archiv-Version
  •   -A, --catenate          »tar«-Dateien an ein Archiv anhängen
  •       --concatenate       wie '-A'
  •       --delete            aus Archiv löschen (nicht auf Magnetbändern!)

 

Feineinstellungen:

  •   -W, --verify               Archiv nach dem Schreiben prüfen
  •       --remove-files         Dateien nach dem Hinzufügen zum Archiv löschen
  •   -k, --keep-old-files       vorhandene Dateien nicht überschreiben
  •       --overwrite            vorhandene Dateien überschreiben
  •   -U, --unlink-first         zu überschreibende Dateien vor dem Auspacken löschen
  •       --recursive-unlink     Verzeichnisse vor dem Entpacken löschen
  •   -S, --sparse               löchrige Dateien (`sparse files') effizient behandeln
  •   -O, --to-stdout            Dateien zur Standard-Ausgabe entpacken
  •   -G, --incremental          inkrementelle Sicherung im alten GNU-Format
  •   -g, --listed-incremental=DATEI inkrementelle Sicherung im neuen GNU-Format
  •       --ignore-failed-read   Kein Abbruch bei unlesbaren Dateien

 

Datei-Eigenschaften:

  •       --owner=NAME             Eigentümer für hinzugefügte Dateien auf NAME setzen
  •       --group=NAME             Gruppe für hinzugefügte Dateien auf NAME setzen
  •       --mode=RECHTE            Zugriffsrechte für hinzugefügte Dateien auf RECHTE setzen
  •       --atime-preserve         Zugriffszeit beim Auspacken erhalten
  •   -m, --modification-time      Änderungszeit beim Auspacken erhalten
  •       --same-owner             Eigentümer beim Auspacken erhalten
  •       --no-same-owner          Eigentümer beim Auspacken auf Ausführenden setzen
  •       --numeric-owner          Zahlen für Benutzer bzw. Gruppen benutzen
  •   -p, --same-permissions       Zugriffsrechte beim Auspacken erhalten
  •       --no-same-permissions    Keine Zugriffsrechte erhalten
  •       --preserve-permissions   wie '-p'
  •   -s, --same-order             zu entpackende Dateinamen wie im Archiv sortieren
  •       --preserve-order         wie '-s'
  •       --preserve               wie '-p' und '-s' zusammen

 

Geräteauswahl und -einstellung:

  •   -f, --file=ARCHIV              Gerät oder Datei ARCHIV benutzen
  •       --force-local              Archiv-Datei ist lokal, auch wenn der Name einen Doppelpunkt enthält
  •       --rsh-command=BEFEHL       statt «rsh» den BEFEHL benutzen
  •   -[0-7][lmh]                    Laufwerk und Schreibdichte angeben
  •   -M, --multi-volume             mehrteiliges Archiv anlegen/listen/herausholen
  •   -L, --tape-length=ZAHL         Medium wechseln, wenn ZAHL KBytes geschrieben sind
  •   -F, --info-script=DATEI        am Ende jedes Mediums das Skript DATEI ausführen (impliziert '-M')
  •       --new-volume-script=DATEI  wie '-F DATEI'
  •       --volno-file=DATEI         Teil-Nummer in DATEI benutzen/aktualisieren

 

Blockung des Gerätes:

  •   -b, --block-size=BLÖCKE    BLÖCKE à 512 Bytes pro Record
  •       --record-size=GRÖSSE   GRÖSSE Bytes pro Record, Vielfaches von 512
  •   -i, --ignore-zeros         Blöcke mit Nullen im Archiv ignorieren (heißt EOF)
  •   -B, --read-full-blocks     Blockung beim Lesen ändern (für 4.2BSD "Pipes")

 

Auswahl des Archiv-Formats:

  •   -V, --label=NAME                   Archiv NAME erzeugen
  •               MUSTER                 Beim Anzeigen/Herausholen ist MUSTER ein regulärer Ausdruck
  •   -o, --old-archive, --portability   Archiv im »V7«-Format schreiben
  •       --posix                        POSIX-konformes Archiv schreiben
  •   -j, --bzip2,  --bunzip2            Archiv mit »bzip2« (de)komprimieren
  •   -z, --gzip, --ungzip               Archiv mit »gzip« (de)komprimieren
  •   -Z, --compress, --uncompress       Archiv mit »compress« (de)komprimieren
  •       --use-compress-program=PROG    Archiv durch PROG filtern (muss '-d' akzeptieren)

Auswahl der lokalen Dateien:

  •   -C, --directory=VERZEICHNIS  zu VERZEICHNIS wechseln
  •   -T, --files-from=DATEI       Namen der zu bearbeitenden Dateien aus DATEI lesen
  •       --null                   '-T' liest Null-terminierte Namen, verbiete '-C'
  •       --exclude=MUSTER         Dateien auslassen, auf die MUSTER passt
  •   -X, --exclude-from=DATEI     Dateien auslassen, auf die in DATEI angegebene Muster passen
  •       --no-anchored            Patternmatching nach / ausschließen
  •       --ignore-case            Ignoriere Groß-/Kleinschreibung bei ausgelassenen Dateien
  •       --no-ignore-case         Beachte Groß-/Kleinschreibung bei ausgelassenen Dateien (Default)
  •       --wildcards              Muster für ausgelassene Dateien benutzt Wildcards (Default)
  •       --no-wildcards           Muster für ausgelassene Dateien enthält keine Wildcards
  •       --wildcards-match-slash  Wildcards in Mustern für ausgelassene Dateien passen auf '/' (Default)
  •       --no-wildcards-match-slash Wildcards in Mustern für ausgelassene Dateien passen nicht auf '/'
  •   -P, --absolute-names         führende `/'-Zeichen in den Dateinamen erhalten
  •   -h, --dereference            Dateien statt symbolischer Links sichern
  •       --no-recurse             keine Verzeichnisse sichern
  •   -l, --one-file-system        beim Erzeugen Dateisystem nicht wechseln
  •   -K, --starting-file=NAME     mit NAME im Archiv beginnen
  •   -N, --newer=DATUM          nur Dateien jünger als DATUM sichern
  •       --newer-mtime=DATUM    Datum und Zeit nur vergleichen, wenn sich der Datei-Inhalt geändert hat
  •       --after-date=DATUM     wie '-N'
  •       --backup[=CONTROL]       Sicherheitskopie vor dem Löschen, wählt Versionskontrolle
  •       --suffix=SUFFIX          Sicherheitskopie vor dem Löschen, Namenserweiterung SUFFIX

 

Informationen:

  •       --help            Hilfe anzeigen und «tar» beenden
  •       --version         Versionsnummer anzeigen und «tar» benden
  •   -v, --verbose         zu bearbeitende Dateien ausführlich listen
  •       --checkpoint      Verzeichnisnamen beim Lesen des Archivs zeigen
  •       --totals          geschriebene Bytes beim Schreiben des Archivs zeigen
  •   -R, --block-number    Blocknummer innerhalb des Archivs mit jeder Meldung zeigen
  •   -w, --interactive     Bestätigung für jede Aktion verlangen
  •       --confirmation    wie '-w'

Die Namenserweiterung für Sicherheitskopien ist `~', wenn nicht mit --suffix oder der Umgebungsvariablen SIMPLE_BACKUP_SUFFIX etwas anderes eingestellt ist. Die Versionskontrolle kann mit --backup oder der Umgebungsvariablen VERSION_CONTROL gesetzt werden.

 

Mögliche Werte sind:

  •   t, numbered     nummerierte Sicherheitskopien
  •   nil, existing   nummerierte Sicherheitskopien, wenn schon nummerierte vorhanden sind, sonst einfache
  •   never, simple   immer einfache Sicherheitskopien

 

Es gibt noch mehr Optionen, nur brauchen wir die nicht.

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