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Sinnvoll: USB Boot anstelle eines DVD Laufwerks nutzen

Die neueren Proliants booten jetzt auch vom USB-Stick (1 Slot auf der Frontseite und 2 Slots auf der der Server). Der Test mit Opensuse 11.4 NET X86_64 Bit Version war erfolgreich. Es funktioniert. Unter Windows XP mit YUMI Multiboot einen Stick formatiert und dort menügesteuert die gewünschte ISO Datei geladen und rüberkopiert und den Stick dann in den Server reingesteckt und los gehts. Leider versagt die Enterprise Version von Suse sowie alle Debian basierten ISOs kläglich. Nichts geht da. Darum ein ausführliches Protokoll.

Lichtblick - Erstellen eines bootfähigen USB Sticks (oder Keys)

Das Installieren von CD oder DVD ist zeitaufwendig. Das geht von einem USB Stick deutlich schneller und besser. Und Suse hat eines der wenigen professionellen Boot-Menüs, das nach einem Timeout von ein paar Sekunden automatisch weiter vom Server-Raidsystem bootet. Der Stick kann (könnte) also für immer angesteckt bleiben.

Nachdem es endlich funktioniert hatte, hier die Beschreibung und die Quellen: Herunterladen von YUMI-0.0.2.3.exe. YUMI Läuft ab WIN XP, nicht WIN2000.

http://www.pendrivelinux.com/yumi-multiboot-usb-creator/
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Radio Eriwan - im Prizip geht es . . . nur

Testweise habe ich die Opensuse 11.4 Net X86_64 auf den Stick geschrieben und damit erst mal den Notebook gestartet. Es ging (glücklicherweise) auf Anhieb.

Dann habe ich den HP Server DL385 mit dem Stick gefüttert und per ILO einen Fernstart initiiert. Es ging auch problemlos und ich konnte diese 11.4 Version installieren. Und das ist deshalb das erste Erfolgserlebnis.

Aber bei SLES11 hat der USB Stick vorerst versagt. Aber Radio Eriwan: Im Prinzip müsste es gehen.

Juni 2011 - Google : Fluch oder Nutzen ?

Da weder die große SLES11 (2,9 Giga) funktionierte noch die SLES 11 mini Version (290 Mega), habe ich gegoogelt und sage und schreibe 19 Programme oder Anleitungen sowie weitere Tips zur Installtion für Windows und/oder Linux gefunden und herunter geladen bzw. gespeichert. Doch mit SLES hatte nichts funktioniert.

2011er Enterprise Versionen (zum Schämen)

Es ist wie eine Gleichung mit 19 Unbekannten, die Lösung ist nahezu chancenlos. Denn fast alle haben die gleichen Fehler drinnen wie bei Debian (und damit auch bei gparted) und bei SLES11. Anscheinend ist es bei der Opensuse 11.4 durch Zufall repariert worden. Das fängt bei der SLES 11 USB Installation an, daß dort im Juni 2011 aus der SLES 11 SP1 immer noch auf einer alten FAT 16 (alter Skript mkbootdisk) installiert werden soll. Seit 2009 ist aber bei Suse das neue Skript "mksusebootdisk" bereits bekannt, bei dem das FAT 16 Problem gelöst wurde. Und in der Profiversion von Suse hat es keinen Einzug gehalten ?? - Ein äußerst schwaches Bild.
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Nach über einer Woche durch Zufall dicht am Täter dran

Also keine der USB-Stick Installationsbeschreibungen oder Anleitungen hat mit Debian, gparted und SLES11 funktioniert.

Jeweils nach dem Laden des Bootimages und dem Erkennen der Devices wird bei diesen nicht funktionierenden ISO-images auf einmal das Bereitstellen der (physikalischen) Boot-CD im (physikalischen CD oder DVD-) Laufwerk gefordert. Alleine bei der Opensuse 11.4 NET x86_64 ISO erkennt das Installationsscript, das es ja von dem USB Stick (= USB CD Laufwerk) gestartet wurde und merkt sich das auch.

Inzwischen habe ich durch die Hilfe eines Freundes den Bug gefunden. Es ist ein richtiger Bug, eine logistische Nachlässigkeit, die schon lange repariert gehörte.

Beispiel: Unter "Debian AMD64 NET-INST" findet man in der entpackten "initrd.gz" Datei im Bereich von Zeile 7720 folgenden Code:

  • # Is a cdrom already mounted? If so, assume it's the right one.
  • mount | grep -q 'on /cdrom' && set_suite_and_codename && exit 0
  • if [ -e /cdrom/.disk/info ]; then
  •     CDNAME=$(cat /cdrom/.disk/info)
  •     log "Detected CD '$CDNAME'"
  •     set_suite_and_codename
  •     exit 0
  • fi
  • hw-detect cdrom-detect/detect_progress_title || true
  • log "Searching for Debian installation media..."
  • mkdir /cdrom 2>/dev/null || true
  • # Need to wait for the usb device scan to complete
  • if [ "$OS" = "linux" ]; then
  •   for count in 1 2 3 4 5 6 8 9 10; do
  •     devices="$(list-devices cd; list-devices maybe-usb-floppy)"
  •     log "Devices: '$devices'"
  •     if [ -n "$devices" ]; then
  •       break 2
  •     else
  •       sleep 1
  •     fi
  •   done
  • fi


Das bedeutet, egal, wovon gestartet wurde, wenn in dem Server ein physikalisches CD (oder DVD-) Laufwerk vorhanden ist, will der Installer (dummer Weise) irgendwann von dort die Installation fortsetzen und stürzt dann entweder komplett ab oder loopt mit der (unendlichen) Frage nach dem CD Medium. Und das wars dann. Und wir haben Juni 2011. Hier riecht bzw. stinkt es nämlich nach Magnetschwebebahn : Auf der Schiene kann ja gar nichts liegen, weil da gar nichts liegen darf !!!!"

(Hat da etwa jemand ganz laut "Scheiße" gebrüllt ??)
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Hier kämen jetzt mehr als 20 Absätze, was wann wie nicht geht.

Die aktiviere ich später, den es ist absolut frustrierend, wie man sich mit Linux herumquält, weil (bei komplexen Sachen) alle ihre eigenen Brötchen backen und keiner auf dem Wissen der Anderen aufbauen möchte oder kann oder darf.

Es ist absolut frustrierend, daß ich den allerersten USB Stick Boot-Versuch wie im Bilderbuch absolviert hatte (Opensuse 11.4 Net x86_64 über YUMI MUltiboot) und danach ging aber 2 Wochen gar nichts mehr.

Weder Ubuntu noch Debian noch gparted und vor allem SLES 11 lassen sich zur Zeit von einem USB Stick (ist eigentlich ein verkapptes CD/DVD ROM Laufwerk) per Default installieren. Alle diese ISO Boot-Images beinhalten im Inneren einen Installationsscript initrd, der ein physikalisches CD/DVD Laufwerk abfragt und dann die Installation von dort fortsetzen möchte. Aber nur die wenigsten BIOSse erlauben das Abschalten des CD-Laufwerkes wie zum Beispiel die Schnittstellen. Natürlich haben die Netbooks kein DVD Laufwerk und darum funktioniert es dort auch.

Bei unseren Proliant DL385 Testserver har sogar das Ausbauen des CD Laufwerks nichts gebracht.

Nach der Frustwoche die konventionelle Installation von DVD

Jetzt habe ich ein Slimline DVD Laufwerk in den Server eingesetzt und die SLES11 SP1 von dort installiert. Yast ist dort deutlich primitiver als in der 11.4, manche Menüpunkte sind ziemlich ungewohnt. Die Default Installation läßt manche Wünsche offen und wichtige Programme oder Teile davon müssen händisch nachinstalliert werden. Das ist im Juni 2011 mühsam und unnötig und nicht mehr zeitgemäß.

Vor allem der Runlevel Manager ist ein MUß für jeden Admin. Auf jeden Fall braucht man sshd, snmp und vsftp, um die Grundinstallation zu vervollständigen.

Bei Installieren sollte man beim Videomodus 773 eintragen, damit die Text-Konsole große genug wird.

Einen bootfähigen USB Stick erzeugen (dieses Element war unsichtbar)

Ich brauche einen PC mit Linux (bei uns opensuse 11.4 Textversion) mit 20 Giga Patte und USB Slots. Dort ist sshd aktiviert, sodaß ich nach dem Starten dieses Notebooks mit anderen PCs drauf arbeiten kann. "syslinux" (das ist das spätere USB Bootsystem) muss auch installiert werden.

Im Verzeichnis /tmp/ werden die ISO Dateien abgelegt sowie die Datei "mksusebootdisk", die bereits mit FAT32 umgehen kann, also NICHT die alte "mkbootdisk" !!!!!!!

Ein eingesteckter USB Stick von minimal 1 Giga wird mit "mkfs.vfat -v -F 32 /dev/sdb1" formatiert.

# mkfs.vfat -v -F 32 /dev/sdb1
mkfs.vfat 3.0.10 (12 Sep 2010)
/dev/sdb1 has 32 heads and 61 sectors per track,
logical sector size is 512,
using 0xf8 media descriptor, with 1971136 sectors;
file system has 2 32-bit FATs and 8 sectors per cluster.
FAT size is 1928 sectors, and provides 245906 clusters.
There are 32 reserved sectors.
Volume ID is d9767a3d, no volume label.

mkdir /mnt/dvd
mkdir /mnt/usb


Jetzt wird das ISO Image aus /tmp in mnt/dvd/ gemountet:
# mount -o loop SLES-11-MINI-ISO-x86_64-GMC-UEFI-Fix.iso /mnt/dvd
mount: warning: /mnt/dvd seems to be mounted read-only.

Nun werden die benötigten Bootdateien auf den Stick kopiert:
# ./mksusebootdisk --64 --partition /dev/sdb1 /mnt/dvd
disk /dev/sdb, partition /dev/sdb1

Der Stick muß zum Kopieren des eigentlichen Installationsmediums gemountet werden:
# mount /dev/sdb1 /mnt/usb

Der eigentliche Kopiervorgang aus dem ISO Image heraus auf den Stick:

wir sind immer noch in /tmp # cp -R -L -v /mnt/dvd/* /mnt/usb/
.......
es kommt der Kopiervorgang mit viel Text
......
Fertig.

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