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Ein opensuse 13.2 für XEN installieren

Die initiale webtropia opensuse 13.2 Grund-Installation hat eine einzige 922 Gigabyte Systempartition für "/", die für unsere Zwecke viel zu groß ist. Weiterhin ist das eine sehr schlanke Version, die mit viel Mühe aufgebohrt werden müsste. Das ginge bei einer kompletten opensuse NET-Installation mit auto-yast2 viel komfortabler. - Und dafür brauchen wir eine grafische Konsole in einer "KVM", einer Kernel basierende "Virtual Machine".
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(1) Also der Reihe nach :

(1) Versetzen Sie Ihren Server dazu zunächst über das ZKM in den "Rescue-Modus" und speichern Sie das dort nach einer Weile angezeigte temporäre putty-Passwort irgendwo bei Ihnen lokal ab und verbinden Sie sich via SSH (z.B. via Putty) mit dem Server.

(2) Installieren Sie auf dem Rescue Debian zunächst eine "KVM" (Kernel based Virtual Machine). Dazu benötigen Sie das folgende (ausgetüftelte) Kommando:

apt-get update && apt-get upgrade && apt-get install kvm
oder auch
aptitude update && aptitude upgrade && aptitude install kvm
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(3) Jetzt eine temporäre 6GB Ramdisk einrichten

(3) Nachdem die KVM installiert wurde, benötigen Sie eine temporäre Partition im RAM, damit Sie das für die Installation zu ladende ISO-Image dort ablegen können.

mount -ttmpfs -osize=2G tmpfs /tmp
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(4) Ein Boot-Image in die RAM-Disk laden

(4) Laden Sie das gewünschte Image (jetzt heißt es hier ganz simpel "image.iso") nach /tmp/image.iso herunter.

Hier die webtropia Muster-Befehls- Vorlage (die natürlich ergänzt werden muß) :
( wget -O /tmp/image.iso www.link-zum-iso.de/some.iso )

Bei mir ist das das opensuse 13.2 NET Image (mit nur ca. 79 MB Größe) und damit lautet hier unsere spezielle Kommandozeile für suse 13.2 NET - komplett in einer Zeile :

wget -O /tmp/image.iso download.opensuse.org/distribution/13.2/iso/openSUSE-13.2-NET-x86_64.iso

(5) Die opensuse 13.2 Installation erkennt, welche Festplatten vorhanden sind - das macht das opensuse auto-YAST2 Installationsprogramm alles fast automatisch.
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(6) Ab hier wirds richtig interessant . . . die VM starten . . .

(6) Starten Sie nun die KVM (= die Kernel based Virtuelle Machine) : Es wird auf der Basis des bereits laufenden Debian 9.0 Rescue-Systems eine "virtuelle Maschine" - im RAM - gestartet.

  • Die Idee ist gut, hat aber den großen Nachteil, daß das neu zu installierende Betriebssystem jetzt auf dem Debian Hypervisor "aufsetzt" und die physikalische Realtek Netzwerkkarte offensichtlich NICHT sieht, sondern die virtuelle Intel Netzwerkkarte des Hypervisors - und das ist eine Intel Chip kompatible Schnittstelle.
  • Starte ich später das neu installierte Betriebssystem von der Platte direkt ohne die Rescue-Basis, bleibt der Netzwerk-Weg nach draußen erst mal gesperrt, weil die Hardware unten drunter einen Realtek basierenden Chip hat. Das muß später korrigiert werden. Weiterhin wurden natürlich auch die Partitionen auf der Festplatte über die Schnittstelle des Hypervisors angesprochen und zugeordnet. Man muß also ganz schön aufpasen.


Mit dieser Zeile auf der Konsole wird die virtuelle Maschine gestartet : ( Ich eröffne dazu sogar noch ein 2. oder 3. "putty Fenster".)

kvm -enable-kvm -hda /dev/sda -hdb /dev/sdb -m 1024 -vnc :0 -cdrom /tmp/image.iso -boot d

  • Anmerkung 1 : Beachten Sie die in der Kommandozeile spezifizierte neue VNC Instanz für dei KVM ":0", mit der Sie den KVM-VNC Client starten müssen. Die anderen grml VNC Instanzen beginnen ja automatisch mit ":1" und dann ":2" usw.
  • Anmerkung 2 : Hier in der obigen Kommandozeile sehen sie, daß beide Festplatten separat angesprochen werden. Die Verknüpfung der einzelnen Partitionen (immer von beiden identischen physikalischen Platten) zu einem Software- RAID1 macht dann das installierte Betriebssystem.

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(6b) Achtung - Jetzt ist die neue KVM verfügbar

Holen Sie sich mit Ihrem lokalen VNC Client die grafische Konsole dieser virtuellen Maschine (Achtung die VNC Instanz der KVM ist laut komandozeile jetzt ":0" !!) - und dort sehen Sie schon das initiale Menü des opensuse Install-Images. In der Kommandozeile hatten wir am Ende das "-boot d", damit wird das ISO sofort "ausgeführt", also der opensuse Install-Screen angezeigt.

Amerkung : Sie können hier aus diesem Init-Menü (theoretisch) auch das bereits installierte Betriebs-System von der Fest-Platte booten. (jedenfalls falls es funktioniert - bislang ging es aber nicht.)
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WICHTIG : Diese Kommando-Zeile hier im putty-Fenster müssen Sie einfach stehen lassen, denn Sie erhalten keine Antwort bzw. Quittung oder Rückmeldung des Vollzugs - also daß die VM bereits aktiv läuft. - Jetzt kann das lokale VNC Programm (auf dem Windows PC) mit der Server IP gestartet werden.
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(6c) Wir benötgen dieses Image auch zum Booten

Ist auf der Festplatte ein Betriebssystem eingerichtet, das seine Macken hat und nicht alleine starten will, dann laden wir dieses opensuse Image und wählen "Starten von Festplatte" aus.
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