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Kleines Disasster Recovery mit Backup Exec für Netware

Gesichert haben wir von dem jeweiligen Server immer die DOS Partition mit Ghost 5.0 und mit Backup Exec für Netware 8.5 die NDS komplett und das gesamte Filesystem dann hinten dran. Dann muß das Laufwerk nicht immer so weit vorspulen, um das Ende des letzten Band-Volumens zu finden.

 

Dann haben wir eine neue Platte oder ein neues RAID aufgesetzt und erstmal 200 MB DOS am Anfang mit DOS 6.22 definiert, neu gestartet und sogleich formatiert.

 

Dann vom IPX Netzwerkserver aus das vorher gesicherte DOS Image dieser 200 MBpartition mit Ghost 5.0 auf diese DOS Partition drüber geschrieben und der neue Server war schon mal mit DOS bootfähig wie vorher.

Dann kam die Neuinstallation von Netware 4.11 aber von unserem großen Haupt-Server.

Wir wissen, daß sich die CD Laufwerke ewig ausdüdeln. Also arbeiten wir bei der Server-Installation mit zwei Netwzerkkarten im Server, bis das System wieder steht. Das ist der Trick.

 

Über die eine Netzwerkarte starten wir eine DOS / Netware IPX Session zu unserem Novell 4.11 Main-Server und dort wohnt unser "NW4.11.inst" Installations- verzeichnis. Die DOS 6.22 Version darf keine EMM, HIMEM und keine CD Treiber enthalten, denn wir brauchen zwar jedes Byte RAM aber diesen Hi Bereich will Novell für das 32 Bit Server-Modul haben. Auch sonst gibt es einige Tricks, mit DOS 6.22 zu starten und unter DOS auf den Netware Server zu kommen.

 

In dem Installationsverszeichnis starten wir "install" und wählen die individuelle Experten Version. So verpassen wir der gesamten Platte bzw. dem RAID nach der 200 MB DOS Partition eine einzige große Netware Partition. Unser großes Raid hat eine mit 360 Gigabyte.

 

Aber wir unterteilen diese Partition in kleinere Volumen, so wird das SYS Volume dann auf 1 Giga begrenzt, dann kommt unser APPS Volumen oder sogar noch APPS1 und APPS2. Im Default Modus wird es sonst ein riesiges SYS Volumen geben, und das wollen wir aber nicht.

 

Bei der Treiberauswahl wählen wir bei den erkannten Netzwerktreibern die zweite Netzwerkkarte aus und löschen explizit den Treiber von der (ersten)Netz-Karte, mit der wir bereits über DOS zu unserem Hauptserver verbunden sind.

 

Netware "betreibt" dann (intern) zwei (völlig getrennte) Verbindungen, eine alte als DOS Client und eine neue als NW Server, an dieser Karte darf dann aber kein Netzwerk-Kabel dran hängen !!!

 

Der eigentliche Kopiervorgang powert wie ein Sturm

Wir haben zumeist mindestens einen Compaq RAID Array Controller 2-DH mit 16 mb Cache drinnen und das macht sich schon bezahlt. Bei einem 3200er mit 64 MB Cache geht es wirklich richtig ab. Sie können die Fragen garnicht so schnell beantworten, wie es dann weiter geht.

 

Der Baum und der Server sollten schon mal stimmen, auch der Admin User und sein Passwort. Das merkt sich die NDS, auch wenn eine neue NDS drüber "geklatscht" wird.

 

Ist erstmal das Betriebssystem in der kleinsten 4.11er Version drauf, kann man sich von der WIN 2000 (oder W98 oder XP) Workstation aus bereits auf die laufende gerade installierte Version einloggen (über die zweite Server Verbindung natürlich) und sodann Backup Exec z.B. 8.o für NW installieren. Die 60 Tage Demo reicht völlig. Das geht von CD erträglich schnell und so kann man mit der 8.0 Version das letzte (schreibgeschützte) Band katalogisieren. Denn auf dem Server ist ja noch gar nichts (also auch keine altenKataloge) drauf.

 

Da wir das SYS Volumen und die gesamte NDS und das Schema völlig separat gesichert hatten (die göttliche Eingebung vom Engel Aloisius war zugegen), ging das Katalogisieren erstaunlich fix, es waren weniger als 5 Minuten.

 

Natürlich muß ich fairer Weise zugeben, daß zuvor massenweise Fehlversuche gestartet wurden, die immer irgendwo an der Logik "geklemmt" hatten.

 

Haben Sie das SYS Volumen wieder, haben Sie fast die "halbe Miete".

Natürlich kommen so nach und nach immer weitere Tricks zu Tage. Also erstens muß die DOS Partition komplett per Ghost gesichert und zurückgesichert werden. Zuvor hatten wir das lokale Serververzeichnis natürlich umbenannt, also nicht "C:\NWSERVER", so wie es Netware vorschlägt, sondern "C:\NW". Damit installiert Netware bei der Dissaster Hilfs-installation seinen interims Kram in NWSERVER, das wir nach der erfolgreichen Rücksicherung vom SYS Volumen dann ignorieren bzw. löschen können. Wir hatten ja unser laufendes Serververzeichnis komplett und intakt gerettet.

 

Haben Sie das SYS Volumen zurückgesichert, wie gesagt ca. 5 Minuten, dann mit DOWN und EXIT den Server herunter fahren mit dem Kommando SERVER im alten !! Verzeichnis C:\NW wieder starten. Da war die halbe Miete !!!

 

Der Server läuft wie vorher in alten Zeiten mit allem. Bei uns war dort auch schon (noch) die BACKUP EXEC Version 8.5 mit den letzten Katalogen drauf und jetzt zur Zeit (während ich das schreibe) laufen gerade die 20 Gigabyte auf das APPS Volumen drauf. Und mein DLT 4000 streamt bei dieser Aktion mit 3 Platten fast durch. Die drei 9Giga Raid Platten sind nicht schnell genug.

 

Und in zwei Stunden ist der Ausfall vergessen, wenn Sie vorher gut aufgepaßt hatten. Ich hatte es nicht und so war der Tag rum, der ganze Tag.

 

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