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Einen XEN Muster-Server als Vorlage konfigurieren.

der 2. Musterserver als Vorlage

15. Jan. 2017 - Nachdem also wie bei Hetzner auch die Webtropia Variante von opensuse kläglich gescheitert ist, muß ich nun doch die eigene Vorlage nochmal neu im Labor konfigurieren und dokumentieren. Fertig war der (alte) Muster-Server schon seit Wochen, doch die Screenshots und Bilder fehlten. Er sollte ja auch nur als Vorlage dienen. Jetzt haben wir einen (alten) neuen MSI PC aufgebaut, der dem aktuellen MSI PC bei Webtropia sehr stark ähnelt.
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Die Muster-Hardware - ein MSI K9AGM3 / MS-7367 PC

ein MSI Clone als Muster
mit AMD CPU
und 2 x 2 TB SATA Platten

Der PC hat einen AMD 64 3200+ mit 2 GHz, ist also bei weitem nicht mehr aktuell, aber er läuft stabil und leise. Und 2GB RAM und 2 Stück WD RED EFRX Platten mit je 2TB reichen für diese Installation aus, da das BIOS noch aufgerüstet wurde.

Dazu hat dieses MSI Mainboard auch einen Realtek RTL8111/8168 PCI Express Gigabit Ethernet controller (8111B Schnittstelle), die vom Treiber bzw. der Software mit der Realtek RTL8111/8168 Schnittstelle des MSI PCs 1:1 austauschbar sein sollte.

Bezüglich der Partitionierung bei einer (gespiegelten) 1TB Platte kann ich mir (1.) 8GB für Swap, (2.) 2GB für /boot und (3.) 22GB für das Linux root-System "/" und dan noch 900 GB für die extended Partition Nummer 4 leisten, auf dem Musterserver sogar noch viel mehr.
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Die opensuse 13.2 NET CD hat nur 79 MB

Und mit dieser 13.2 NET CD boote ich den Muster-Server und konfiguriere die beiden Festplatten.

  1. 8 GB für Swap,
  2. 2 GB für /boot und
  3. 22 GB für das Linux root-System

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Der Suse YAST2 Partitioner läuft im X11-Grafik-Modus und ist (nach allen bisherigen - schlechten - Erfahrungen) äußerst komfortabel und meckert jeden Fehler sofort an bzw. blockiert ihn. Das ist extrem hilfreich, denn dann kommt hinten auch eine lauffähige opensuse Version raus.
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Beim Installieren des Muster-Servers gibt es anfänglich keine Fernkonsole über putty und auch keine VNC Konsole

Der Nachteil ist, beim Installieren meiner 13.2 NET Grundversion habe ich anfänglich keine Möglichkeit, wie zum Beispiel in der KVM des Rescue-Systems gesunde Screenshots zu machen.
Also mußte die L840 Digitalkamera herhalten. Das ist nicht besonders komfortabel, teils auch unscharf, weil es immer sehr schnell gehen muß, aber es geht.
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Warum der ganze Aufwand ?

Nachdem "diverse" Versuche sowohl mit der opensuse 13.2 Webtropia Grundversion und auch mit den beiden eigenen 13.2 Installationen in der virtuellen Maschine des Rescue-Systems fehlgeschlagen sind, gibt es nur noch die Möglichkeit, auf einem fast gleichen (Muster-) PC das zukünftige System weitgehend identisch vorzubereiten und dann die beiden Partitionen als gepackte tar.gz-Archive offline auf den ebenfalls vorbereiteten root-Server zu übertragen.

Dazu muß aber jeder Schritt dokumentiert sein, denn die UUIDs der drei RAID1 Partitionen beider Server müssen absolut identisch übereinstimmen. Gleiches gilt auf für die Netzwerkkarte bzw. den Chip und deren Treiber.

Natürlich haben wir hier bisher einen gehörigen Schluck "Knowledge" getankt, sodaß jetzt ziemlich klar ist, was auf dem Zielsytem vorbereitet bzw. geändert werden muß - und !!! wie es überprüft werden muß.
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Das Betriebssystem so schlank wie möglich halten

Da ja am Ende zwei tar-Archive nach Düsseldorf übertragen werden müssen, ist jedes Megabyte eines zuviel. Darum wird nur installiert, was unbedingt zu einem bootfähigen System dazugehört. Auf keinen Fall werden die Hypervisor Module jetzt schon geladen.
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Die RAID1 Installation

Hier sind die drei RAID Partitionen bereits zu sehen
Das ist die Erzeugung der 8 Disk-Partitionen

Wichtig auch für die Webtropia Suppporter, RAID 0 (hat mit "redundant array of inexpensive drives" nichts zu tun und) ist keine ausfallsichere RAID Kombination von Platten jeglicher Art. Und bei einem laufenden System kann man aus einem RAID-0 so gut wie nie mehr ein RADI-1 machen.

Weiterhin ist es für Profis ein Unding, eine Linux (oder gar Windows) root Partition von gewaltigen 922 Gigabyte anzulegen. Das macht ein Profi einfach nicht. Ein Profi trennt immer die System-Partition von der Daten- bzw. der Programm- Partition. Das war der Haupt-Grund warum wir mit der Webtropia opensuse Grund-Installation nun überhaupt nichts anfangen konnten - (außer daß ich weiß, daß es im Prinzip funktioniert).

Wir fangen also mit zwei neuen "nackten" SATA Platten an. Ob die nun 1 TB oder 2TB groß sind, ist nebensächlich. Auf beiden Platten müssen wir (synchron) die 3 ersten Partitionen anlegen und zwar unformattiert !! und ohne irgendeine Zurodnung (was die mal werden sollen !!). Wir erzeugen also insgesamt 6 Partitionen 8 + 8, 2 + 2, und 22 + 22 auf sda und sdb - und zusätzlich kommen die zwei extended Partitonen zur Belegung des restlichen Plattenplatzes hinten dran.
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Der geniale YAST2 Partitionierer (Version 13.2) ist komfortabel.

Bislang ist noch kein RAID spezifiziert bzw. angelegt. Wichtig zu wissen ist, daß die Plattenpartitionen von sda1 bis sda4 gezählt werden, die späteren RAID Partitionen aber von md0 bis md3, also mit 0 beginnend.

Im RAID-hinzufügen Bildschirm (des Partitioners) sehen wir die 6 neuen (unformatierten) Partitionen und markieren das erste Paar 8 + 8 (sda1 und sdb1) und klicken auf RAID1 und swap und vergeben einen Namen "any:1". Jede der 3 Partitionen soll weiterhin in die "/etc/fstab" als Geräte-ID eingehängt werden und nicht als UUID. Das wird die neue RAID-1 swap Partition "md0".

Dann selektieren wir das Paar 2 + 2 (sda2 und sdb2) und klicken wieder auf übernehmen und auf RAID1 und spezifizieren "ext4", sowie Einhängen auf "/boot". Als Name wird "any:1" und das RAID1 als Geräte-ID einhängen eingetragen. Das wird die RAID-1 Boot-Partition "md1".
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Dann selektieren wir das Paar 22 + 22 (sda3 und sdb3) und klicken wieder auf übernehmen und auf RAID1 und spezifizieren "ext4", sowie Einhängen auf "/". Als Name wird "any:2" und dann noch "mit Geräte-ID einhängen" eingetragen. Das wird die opensuse RAID-1 root-Partition "md2".

Am Schluß erstellen wir noch die 2 "extended" Partitionen sda4 und sdb4 auf den beiden Platten mitsamt dem maximalen Rest von etwa 900 GB, nichts weiter.
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Das war jetzt der wichtigste Teil der Vorbereitung

Bei der zu installierenden Software klicken wir "minimale Text-Version" an samt X11-minimal Grafik und schalten die Firewall erst mal aus und aktivieren SSH. (Bei uns auf dem zukünftigen Hypervisor brauchen wir kein apparmor (es gibt dort keine Anwendungen), das klicke ich auch immer weg.) Das war alles. Jetzt nimmt der Install-Vorgang seinen gewohnten Lauf und braucht ca. 30 Minuten über DSL 50.000 samt 100 Mbit Netzwerk. Es sind etwa 3 Gigabyte, die geladen werden.
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Wenn die 13.2 Grund-Installation durchgelaufen ist . . . .

sind in etwa diese Daten-Mengen auf der Platte eingelandet.

Dateisystem brutto Größe davon Benutzt Verfügb. Verw% Eingehängt auf
/dev/md1 2,0G 36M 1,8G 2% /boot
/dev/md2 22G 2,2G 19G 11% /

Kontrolle :

Jetzt müssen !! alle Informationen (vor allem die UUIDs) über die Platten des Musterservers abgerufen und gesichert werden. Da ich immer noch nicht weiß, wo überall diese UUIDS verwendet werden, ist es sicherer und damit sinnvoll, die UUIDs auf den Platten des Zielservers zu ändern bzw. nachzutragen.
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Auch wichtig zu wissen ist, daß die echten Partitions-Größen nur in den einzelnen Partitionstabellen stehen und nirgendwo sonst. Damit ist ja solch eine vorbereitete Installation überhaupt erst "transportabel" - eben bis auf die UUIDs.

Folgende Befehle sind (in der Summe) aussagekräftig :.

ls -l /dev/disk/by-uuid
lsblk
blkid
blkid -o list
cat /proc/mdstat
mdadm --misc --detail /dev/md0
mdadm --misc --detail /dev/md1
mdadm --misc --detail /dev/md2
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Die beiden Fest-Platten abfragen :

blkid

/dev/sda1: UUID="e298c15c-28a5-786c-c9af-f6ba512da00d" UUID_SUB="1b430d1a-671c-1749-0b5e-c08e0c32f74b" LABEL="any:0" TYPE="linux_raid_member" PARTUUID="00026bde-01"
/dev/sda2: UUID="408cb03d-9048-fa54-d49d-e72538e59231" UUID_SUB="a0d51704-105c-3fac-d469-f21168961984" LABEL="any:1" TYPE="linux_raid_member" PARTUUID="00026bde-02"
/dev/sda3: UUID="8f6e045d-6fa1-55cf-6a7d-30084fa7e575" UUID_SUB="b020a8db-7bd1-1100-54fd-08591d5e4234" LABEL="any:2" TYPE="linux_raid_member" PARTUUID="00026bde-03"
           
/dev/sdb1: UUID="e298c15c-28a5-786c-c9af-f6ba512da00d" UUID_SUB="02e868e2-7cc1-1c53-e3c4-4f63a4f74ba9" LABEL="any:0" TYPE="linux_raid_member" PARTUUID="00033720-01"
/dev/sdb2: UUID="408cb03d-9048-fa54-d49d-e72538e59231" UUID_SUB="edd5837a-bf88-5fa4-9528-82b1d9496744" LABEL="any:1" TYPE="linux_raid_member" PARTUUID="00033720-02"
/dev/sdb3: UUID="8f6e045d-6fa1-55cf-6a7d-30084fa7e575" UUID_SUB="57725658-b63d-d822-f330-97521f637ebb" LABEL="any:2" TYPE="linux_raid_member" PARTUUID="00033720-03"
           
/dev/md1: LABEL="any:1" UUID="dcdbd2f1-6e0c-4337-aaef-3d9f88c4935d" TYPE="ext4"    
/dev/md0: LABEL="any:0" UUID="a48e718f-2539-4498-a509-0c4d55718b63" TYPE="swap"    
/dev/md2: LABEL="any:2" UUID="91d9f94b-3208-49b8-a573-9460b24a587e" TYPE="ext4"    

ls|-l|/dev/disk/by-uuid

root root 9 15.Jan 21:36 a48e718f-2539-4498-a509-0c4d55718b63 ->../../md0
root root 9 15.Jan 21:36 dcdbd2f1-6e0c-4337-aaef-3d9f88c4935d ->../../md1
root root 9 15.Jan 21:36 91d9f94b-3208-49b8-a573-9460b24a587e ->../../md2

cat|/proc/mdstat

Personalities: [raid1]          
             
md0: active raid1 sdb1[1] sda1[0]    
  8384448 blocks super 1.0 [2/2] [UU]  
  bitmap: 0/1 pages [0KB], 65536KB chunk    
             
md1: active raid1 sdb2[1] sda2[0]    
  2097088 blocks super 1.0 [2/2] [UU]  
  bitmap: 0/1 pages [0KB], 65536KB chunk    
             
md2: active raid1 sda3[0] sdb3[1]    
  23068544 blocks super 1.0 [2/2] [UU]  
  bitmap: 0/1 pages [0KB], 65536KB chunk    
             
unused devices: <none>          

lsblk

NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda 8:0 0 1,8T 0 disk  
├─sda1 8:1 0 8G 0 part  
    └─md0 9:0 0 8G 0 raid1 [SWAP]
├─sda2 8:2 0 2G 0 part  
    └─md1 9:1 0 2G 0 raid1 /boot
├─sda3 8:3 0 22G 0 part  
    └─md2 9:2 0 22G 0 raid1 /
└─sda4 8:4 0 1K 0 part  
sdb 8:16 0 1,8T 0 disk  
├─sdb1 8:17 0 8G 0 part  
    └─md0 9:0 0 8G 0 raid1 [SWAP]
├─sdb2 8:18 0 2G 0 part  
    └─md1 9:1 0 2G 0 raid1 /boot
├─sdb3 8:19 0 22G 0 part  
    └─md2 9:2 0 22G 0 raid1 /
└─sdb4 8:20 0 1K 0 part  

Die letzte Aktion vor der Datensicherung - die IP Nummer

Im jeweiligen aktuellen Rescue-System des Zielservers wie auch in der mißglückten opensuse 13.2 Grund-Installation des Zielservers ist die dortige Netzwerk- Konfiguration komplett enthalten, die natürlich hier bei uns händisch direkt am Server (also ohne putty Fernbedienung) nachgetragen werden muß, bevor die beiden Partitonen gepackt werden.

Das Debian Rescue-System kann nie gleichzeitig mit der opensuse Version auf der Festplatte laufen. Damit kommt die IP-Nummer im Netz auch nicht doppelt vor.
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